Tour (3 h):
Im Bachbett angekommen sieht man gleich einen dunkel-türkisen Gumpen, der in den Stein gebohrt wurde. Dies ist der erste 3m-Sprung, wo man mit dem durchaus frischen Wasser der Leale in Kontakt kommt. Achtung wenn nicht gesprungen sondern abgeklettert wird. Es befindet sich oberhalb des Sprungs ein Siphon, aus dem man definitiv nicht mehr rauskommt und der von oben nur bei genauem Schauen erkenntlich ist. Wenn man in die Leale springt, braucht man sich über den Siphon keine Gedanken machen, weil der Gumpen genau der Ausgang vom Siphon ist.
Es folgt eine weitere 1m-Stufe, die ganz vorsichtig gesprungen werden kann mit Arschbombe – wegen Steinen in Gumpen, sowie einem weiteren Sprung in den Gumpen. Man kommt zum ersten Abseiler (SOS10) der sich or.li. oben befindet.
Diese Stelle stellt schon die erste Herausforderung dar, da man unten zwingend in den oft sehr stark gebündelten Wasserstrahl kommt und der in einem turbulenten Gumpen mündet. Achtung: es befinden sich auch Steine in dem Gumpen. Am besten versucht man hier hinter den Wasserstrahl reinzuseilen und dann li.od.re den Wasserstrahl zu umgehen.
Die SOS10 Abseilstelle kann vom Einstieg aus eingesehen werden. Wenn man schon beim Einstieg das Gefühl hat, dass viel Wasser in der Schlucht ist, empfiehlt es sich, dass zumindest eine Person beim Einstieg wartet um ein Seil für einen Not-Aufstieg im Notfall aufzubauen.
Es folgt eine schöne Schwimmpassage, die zu einem Abseiler oder 8m-Sprung führt. Und schon ist der obere Teil – der aber absolut lohnenswert ist – vorbei. Man folgt wieder für 200m der Leale und kommt vorbei an der Mündung des Rio dal Boschet.
Sollte man im oberen Teil schon Probleme mit dem Wasser gehabt haben, oder ein Gruppenmitglied überfordert gewesen sein, sollte man hier or.li. wieder die Schlucht verlassen, wo man vorher beim Zustieg zum Bachbett gekommen ist! Der untere Teil birgt Abseiler, die zwingend im Wasser zu machen sind, ist stark eingeschnitten und hat keine Notausstiege sowie Bereiche, wo man sich vom Wasser in Sicherheit bringen kann.
Der untere Teil beginnt mit einem 6m-Abseiler und nach einer kurzen Kletter- und Schwimmpassage verengt sich die Schlucht. Man kommt zur 18m-Abseilstelle, die zwingend im Wasser zu machen ist. Der Abseiler kann nicht vom Stand aus eingesehen werden. Nach einer kleinen Schwimmstrecke kommt man zu einer kleinen Stufe (SOS 6), die auch abgeklettert werden kann. Danach folgt einer der spektakulärsten stellen in der Leale. Die Abseilstelle SOS5 befindet sich or. li. sehr weit ausgesetzt und kann nur kletternd auf rutschigem Felse erreicht werden. Es gibt einige Klebehaken, die man unbedingt verwenden sollte und die zum Aufbau eines Seilgeländers dienen. Hat man die Abseilstelle erreicht, geht es weiter mit dem Wohl spektakulärsten Abseiler. Das Wasser rauscht durch einen sehr engen Kanal und man muss bei der Stufe mit etwas Abseilgeschick es schaffen or. li. bei der Stufe rauszukommen, um von der Stufe weiter abzuseilen. Hierfür kann man einige Steine als Griffe verwenden, um rauszukommen. Die Stelle ist deshalb herausfordernd, weil wenn hier das Gleichgewicht verloren wird, kommt man direkt in den gebündelten Wasserstrahl, in den man nicht reinkommen will!
Nach einer kleinen Schwimmstelle kommt man zu einer Felsrampe, wo mit etwas Suchen die 2 Klebehaken zum Aufbau des Seilgeländers gefunden werden. Nach Aufbau des Seilgeländers zu der 6m-Abseilstelle (SOS4) kommt ein enger Wasserkanal, den man durch Ausspreizen abklettern muss. Nach einer kleinen Schwimmstrecke kommt man zu der Abseilstelle (SOS3), die trocken absolviert werden kann. Wenn hier nicht zu viel Wasser ist, kann man auch direkt zur Abbruchkante gehen wo das Wasser runter rauscht von hier aus in den Gumpen springen.
Die nächste Abseilstelle ist or. re. sehr weit oben angebracht. Ein Klebehaken hilft hier beim Kletteraufstieg.
Schon kommt man zur letzten Abseilstelle, die sich bei einem großen Klemmblock befindet. Wenn wenig Wasser in der Schlucht ist, kann man zum Kettenstand (or.li.) gehen, der sich direkt am Klemmblock befindet. Achtung: hier kommt man zwingend in den wuchtigen Wasserstrahl!
Bei mehr Wasser sollte man unter dem Klemmblock durchgehen und den Kettenstand benützen mit der SOS1-Plakette. Dieser befindet sich zwar ein bisschen ausgesetzt, dafür kommt man erst weiter unten in den Wasserstrahl und kann diesen durch Ausspreizen umgehen. Ist man im Gumpen folgt die letzte Schwimmstrecke durch eine wunderbare dunkle Engstelle.
Ist man aus der Schwimmstrecke draußen, öffnet sich die Schlucht und man befindet sich genau an der Stelle, wo man beim Zustieg or.li. steil aufwärts gegangen ist. Wie schon beim Zustieg folgt man der Leale für ca. 5 min, bis man wieder bei der Staumauer ist, die mit einem beherzten Sprung auch gesprungen werden kann.