A propos de vous:
Ich bin Roland, autorisierter Tiroler Schluchtenführer und UIMLA-Bergwanderführer.
Activité:
Rapports: 2
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Nouveaux Canyons: 0
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Rapports:
21.06.2026 Schellbach RSC Outdoor ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ 💧 Faible Terminé ✔
Am 19.06.2019 war ich gemeinsam mit zwei Guide-Kollegen aus dem Allgäu zum ersten Mal in dieser Schlucht unterwegs. Vor uns hatte die Schlucht vermutlich etwa 15–20 Jahre lang niemand mehr begangen. Darauf deuteten die wenigen noch vorhandenen rostigen Bohrhaken sowie die Überreste alter Bandschlingen hin. Am 12.10.2019 kehrte ich mit einem anderen Freund zurück, um die fehlenden Stand- und Abseilpunkte nachzurüsten. Seitdem ist die Schlucht durchgehend mit Edelstahl-Bohrhaken ausgestattet und entsprechend gut eingerichtet. Besondere Aufmerksamkeit erfordert der lange Zustieg. Daher sollte man früh starten. Bis zum Einstieg in die Schlucht sind etwa 600 Höhenmeter zu bewältigen, wofür man je nach Kondition etwa 1,5 bis 2 Stunden einplanen sollte. Der eigentliche Einstieg in den Canyon ist nicht leicht zu finden. Vom höchsten Punkt aus steigt man zunächst durch einen Entwässerungsgraben ab, der stark mit Latschenkiefern überwachsen ist. Nachdem man sich durch die Latschen gearbeitet hat, befindet sich auf der linken Seite ein Baum, von dem aus man über einen steilen Grashang in die Schlucht absteigen kann. An diesem Baum haben wir eine Seilschlinge hinterlassen. In der Schlucht gibt es keinen Mobilfunkempfang und keine Notausstiegsmöglichkeit. Dafür erwarten die Begehenden zahlreiche kleinere und größere Abseilstellen. Wie auf den Fotos zu erkennen ist, können Anfang Juni noch erhebliche Schneereste sowie Lawinenablagerungen den Fortschritt erschweren. Nach meiner Erfahrung sind August und September die besten Monate für eine Begehung. Die Tour sollte ausschließlich bei stabilen Wetterverhältnissen durchgeführt werden. Empfehlung: Einige Ersatz-Bohrhaken, Maillons und ein Bohrset mitnehmen. Die Schlucht wird nur selten begangen, und mögliche Schäden durch Hochwasser oder Lawinen an den Standplätzen können nicht ausgeschlossen werden. 1. Expedition: https://photos.app.goo.gl/uRJcymtzLJwhEeYt5 2. Expedition: https://photos.app.goo.gl/AMboxEHZefd2korw7
On June 19, 2019, I explored this gorge for the first time together with two fellow guides from the Allgäu. It was likely that no one had explored the canyon for about 15–20 years prior to our visit. This was indicated by the few remaining rusty bolts and the remnants of old slings. On October 12, 2019, I returned with another friend to install the missing belay and rappelling points. Since then, the canyon has been fully equipped with stainless steel bolts and is now well-set up. The long approach requires special attention, so it’s best to start early. You’ll need to climb about 600 meters in elevation to reach the canyon’s entrance, which should take about 1.5 to 2 hours, depending on your fitness level. The actual entrance to the canyon isn’t easy to find. From the highest point, you first descend through a drainage ditch that is heavily overgrown with mountain pines. After working your way through the mountain pines, you’ll find a tree on the left from which you can descend into the canyon via a steep grassy slope. We left a rope loop tied to this tree. There is no cell phone reception in the canyon and no emergency exit. Instead, climbers can expect numerous abseil points of varying sizes. As can be seen in the photos, significant snow remnants and avalanche debris can still hinder progress in early June. In my experience, August and September are the best months for this climb. The tour should only be undertaken under stable weather conditions. Recommendation: Bring some spare bolts, maillons, and a drilling kit. The gorge is rarely climbed, and potential damage to the belay stations caused by flooding or avalanches cannot be ruled out. 1st Expedition: https://photos.app.goo.gl/uRJcymtzLJwhEeYt5 2nd Expedition: https://photos.app.goo.gl/AMboxEHZefd2korw7
21.06.2026 Klemmtal RSC Outdoor ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ 💧 Faible Terminé ✔
Dieser Canyon wird von den Einheimischen im Grunde als Lettenbachcanyon bezeichnet. Es handelt sich um einen sehr schönen, freundlichen und nahezu durchgehend begehbaren Abseilcanyon. Nach den Einschränkungen bei den Stuibenfällen habe ich die Standplätze teilweise ersetzt bzw. zusätzlich verstärkt. Da es damals keinerlei offizielle Beschränkungen für diesen Canyon gab, war er – gerade durch seine geringe Bekanntheit – ein regelrechter Ruhepol im Vergleich zu den stark frequentierten Stuibenfällen. Über etwa ein Jahr bin ich ihn regelmäßig mit meinen Gästen gegangen, ohne je anderen Menschen zu begegnen. Irgendwann jedoch fand ich die Edelstahl-Standplätze entfernt bzw. mit dem Winkelschleifer abgeschnitten vor. Offenbar war dies auf die Ablehnung eines lokalen Grundeigentümers zurückzuführen. Im Anschluss habe ich versucht, mit der örtlichen Agrargemeinschaft eine Einigung zu erzielen, um eine regelmäßige Begehung offiziell zu ermöglichen. Sogar ein Eintrittsmodell habe ich vorgeschlagen, jedoch wurde dies abgelehnt. Daher ist der Canyon derzeit nicht offiziell zur Begehung freigegeben. Gleichzeitig verbietet kein Schild die Begehung. :-)
This canyon is basically known by locals as the Lettenbach Canyon. It is a very beautiful, user-friendly canyon that is almost entirely accessible for rappelling. Following the restrictions at the Stuiben Falls, I have partially replaced or additionally reinforced some of the belay stations. Since there were no official restrictions for this canyon at the time, it was—precisely because of its relative obscurity—a true haven of peace compared to the heavily frequented Stuiben Falls. For about a year, I hiked it regularly with my guests without ever encountering anyone else. At some point, however, I found that the stainless-steel belay stations had been removed or cut off with an angle grinder. Apparently, this was due to opposition from a local landowner. I then tried to reach an agreement with the local agricultural community to officially allow regular access. I even proposed an admission fee model, but this was rejected. Therefore, the canyon is currently not officially open to the public. At the same time, there is no sign prohibiting access. :-)