Auerklamm (ab Wolfsbrücke)

mittlere u. untere Auerklamm (so bei Riml/Amor und ASI-Canyoning Schluchtenführer, Nederbach III u. evtl. Nederbach IV, Jurassic Park Letztes Update: 09.02.2024 durch Wolfgang Streicher
Land: Österreich / Austria
Region: Tirol
Subregion: Bezirk Imst
Ort: Oetz
v4 a5 IV
3h40
10min
3h
30min
1020m
780m
240m
x
40m
2x 45m/1x20m
20
Auto möglich
Bewertung:
★★★★★
3.5 (4)
Beschreibung:
★★★
2.5 (2)
Verankerung:
★★★
3 (2)
Charakteristik:
Sehr wasserreiche Schlucht mit einigen tiefen Gumpen, 40m hoher aquatischer Wasserfall umgehbar; sehr rutschig; anspruchsvolle Tour; viele Abseilstellen, Rutschen und Sprünge; großes Einzugsgebiet; Granitgestein; sehr gut abgesichert; Stausee und Staubecken oberhalb der Schlucht in Sellrain -Silz !Hinweistafel von evtl. Spülungen beachten; bei hohen Wasserstand sehr gefährlich!; Vor Begehung unbedingt Pegel bei Meßstab orografisch links unterhalb des letzten Beckens prüfen (roter Bereich - nicht einsteigen, blauer Bereich oder weniger - OK) viele Stellen können meist rutschend oder springend bewältigt werden; der obere Teil der Auerklamm (oberhalb der Wolfsbrücke) wird nicht empfohlen, da man Privatbesitz durchquert; wird sehr stark kommerziell begangen. Es erscheint an dieser Stelle angezeigt, die verschiedenen Abschnitte des Nederbachs, soweit sie üblicherweise canyoningmäßig begangen werden, zu gliedern, um dann die entsprechenden Bezeichnungen zuzuordnen. Der 1. Abschnitt in der Nähe des Weilers Mareil ist rund 8 km von Taxegg und damit den Abschnitten der Auerklamm entfernt. Unter den vielen Bezeichnungen sind die relativ häufig genannten Alpenrosenklamm bzw. Stopfer. Ich habe diesen Abschnitt auch als Nederbach I bezeichnet (Näheres zu diesem Aschnitt unter "Alpenrosenklamm"). Der 2.Abschnitt hängt mit den weiteren Abschnitten 3 (und ggf. 4) ohne eindeutige räumliche Unterbrechung zusammen. Dieser Abschnitt beginnt in Mühlau und endet bei der Wolfsbrücke. Wenn man von Auerklamm sprach, hatte man früher in aller Regel nur den Nederbach-Abstieg ab Wolfsbrücke im Auge. Grund dafür dürfte sein , dass schon die frühe vor allem kommerzielle Canyoningausübung im Nederbach sich im wesentlichen auf diesen unteren Bereich beschränkte. Relativ spät erst wurde dieser 2. Abschnitt eingesichert und auch heute noch ist er im Wesentlichen kommerziellen Veranstaltern vorbehalten. Siehe dazu auch die obige Empfehlung, diesen Abschnitt besser nicht zu begehen. Zudem kommt die Qualität dieses Abschnitts nicht an die Attraktivität des Bereichs unterhalb der Wolfsbrücke heran (zu diesem Abschnitt näher unter "Obere Auerklamm" bzw. Nederbach II). Der 3. Abschnitt beginnt nun an der Wolfsbrücke. Nach einer Auffassung zieht sich dieser 3. Abschnitt bis hinunter zum endgültigen Ende der Schlucht an der Holzbrücke auf Höhe 760m üNN. Diese Auffassung besteht vor allem, wenn auch nicht ausschließlich bei den Canyoning Ausübenden ohne kommerziellen Bezug. Letztlich liegt sie auch dieser Beschreibung zugrunde. Die Guides im kommerziellen Tätigkeitsfeld haben diesen Bereich aber schon seit jeher noch einmal in 2 Teile, somit einen 3. und einen 4. Abschnitt gegliedert (so auch Riml/Amor oder die ASI Tirol - siehe Links). Grund dafür waren neben der Optimierung des Geschäftsmodells (ua. Zeitaufwand und Verdienst ) auch der Umstand, dass diese 2 Teile auch unterschiedliche Schwierigkeiten und Risiken beinhalteten. Ein Aspekt war insoweit, der im ersten Teil zu findende 45m-Fall, der im meist im doch recht kräftigen Strahl zu seilen war. Inzwischen ist hier jedoch auch eine "Trockenroute" eingebohrt. Ob man nun diese weitere Untergliederung in Nederbach III und IV, entsprechend Mittl. u. Untere Auerklamm für angemessen erachtet, ist nach meinem Dafürhalten Geschmackssache. Da jedoch hier eine einheitliche Beschreibung für diesen gesamten Bereich ab Wolfsbrücke bereits vorliegt, nehme ich das als Ausgangspunkt auch für meine Glederung, dh., Nederbach III bzw Auerklamm ab Wolfsbrücke bis Schluchtende muß nicht in 2 Beschreibungen zerlegt werden. Die mehreren Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten - inzwischen beidseitig - nehmen diesem dritten Abschnitt nicht den Charakter der Einheit. Oder ökonomisch gedacht: Wer hier 2 Beschreibungen für einen zweigeteilten Bereich unterhalb der Holzbrücke haben will, wird wohl nicht daran gehindert, diese neu zu entwerfen.
West
Granit
22.00km²
Charakteristik:
Sehr wasserreiche Schlucht mit einigen tiefen Gumpen, 40m hoher aquatischer Wasserfall umgehbar; sehr rutschig; anspruchsvolle Tour; viele Abseilstellen, Rutschen und Sprünge; großes Einzugsgebiet; Granitgestein; sehr gut abgesichert; Stausee und Staubecken oberhalb der Schlucht in Sellrain -Silz !Hinweistafel von evtl. Spülungen beachten; bei hohen Wasserstand sehr gefährlich!; Vor Begehung unbedingt Pegel bei Meßstab orografisch links unterhalb des letzten Beckens prüfen (roter Bereich - nicht einsteigen, blauer Bereich oder weniger - OK) viele Stellen können meist rutschend oder springend bewältigt werden; der obere Teil der Auerklamm (oberhalb der Wolfsbrücke) wird nicht empfohlen, da man Privatbesitz durchquert; wird sehr stark kommerziell begangen. Es erscheint an dieser Stelle angezeigt, die verschiedenen Abschnitte des Nederbachs, soweit sie üblicherweise canyoningmäßig begangen werden, zu gliedern, um dann die entsprechenden Bezeichnungen zuzuordnen. Der 1. Abschnitt in der Nähe des Weilers Mareil ist rund 8 km von Taxegg und damit den Abschnitten der Auerklamm entfernt. Unter den vielen Bezeichnungen sind die relativ häufig genannten Alpenrosenklamm bzw. Stopfer. Ich habe diesen Abschnitt auch als Nederbach I bezeichnet (Näheres zu diesem Aschnitt unter "Alpenrosenklamm"). Der 2.Abschnitt hängt mit den weiteren Abschnitten 3 (und ggf. 4) ohne eindeutige räumliche Unterbrechung zusammen. Dieser Abschnitt beginnt in Mühlau und endet bei der Wolfsbrücke. Wenn man von Auerklamm sprach, hatte man früher in aller Regel nur den Nederbach-Abstieg ab Wolfsbrücke im Auge. Grund dafür dürfte sein , dass schon die frühe vor allem kommerzielle Canyoningausübung im Nederbach sich im wesentlichen auf diesen unteren Bereich beschränkte. Relativ spät erst wurde dieser 2. Abschnitt eingesichert und auch heute noch ist er im Wesentlichen kommerziellen Veranstaltern vorbehalten. Siehe dazu auch die obige Empfehlung, diesen Abschnitt besser nicht zu begehen. Zudem kommt die Qualität dieses Abschnitts nicht an die Attraktivität des Bereichs unterhalb der Wolfsbrücke heran (zu diesem Abschnitt näher unter "Obere Auerklamm" bzw. Nederbach II). Der 3. Abschnitt beginnt nun an der Wolfsbrücke. Nach einer Auffassung zieht sich dieser 3. Abschnitt bis hinunter zum endgültigen Ende der Schlucht an der Holzbrücke auf Höhe 760m üNN. Diese Auffassung besteht vor allem, wenn auch nicht ausschließlich bei den Canyoning Ausübenden ohne kommerziellen Bezug. Letztlich liegt sie auch dieser Beschreibung zugrunde. Die Guides im kommerziellen Tätigkeitsfeld haben diesen Bereich aber schon seit jeher noch einmal in 2 Teile, somit einen 3. und einen 4. Abschnitt gegliedert (so auch Riml/Amor oder die ASI Tirol - siehe Links). Grund dafür waren neben der Optimierung des Geschäftsmodells (ua. Zeitaufwand und Verdienst ) auch der Umstand, dass diese 2 Teile auch unterschiedliche Schwierigkeiten und Risiken beinhalteten. Ein Aspekt war insoweit, der im ersten Teil zu findende 45m-Fall, der im meist im doch recht kräftigen Strahl zu seilen war. Inzwischen ist hier jedoch auch eine "Trockenroute" eingebohrt. Ob man nun diese weitere Untergliederung in Nederbach III und IV, entsprechend Mittl. u. Untere Auerklamm für angemessen erachtet, ist nach meinem Dafürhalten Geschmackssache. Da jedoch hier eine einheitliche Beschreibung für diesen gesamten Bereich ab Wolfsbrücke bereits vorliegt, nehme ich das als Ausgangspunkt auch für meine Glederung, dh., Nederbach III bzw Auerklamm ab Wolfsbrücke bis Schluchtende muß nicht in 2 Beschreibungen zerlegt werden. Die mehreren Zu- und Ausstiegsmöglichkeiten - inzwischen beidseitig - nehmen diesem dritten Abschnitt nicht den Charakter der Einheit. Oder ökonomisch gedacht: Wer hier 2 Beschreibungen für einen zweigeteilten Bereich unterhalb der Holzbrücke haben will, wird wohl nicht daran gehindert, diese neu zu entwerfen.
Anfahrt:
Von der Inntalautobahn fährt man ins Ötztal --> kurz nach dem Gasthof Ambach führt li. eine Straße Richtung Ebene --> Hier kann bei der Holzbrücke (Ausstieg) ein Schattelauto geparkt werden und der Wasserstand (! Wasserableitung) gecheckt werden --> danach fährt man wieder auf die Hauptstraße bis zur Ortschaft Ötz--> von Ötz fährt man dann auf der Bergstraße (Küthaistraße) nach Ötzerau und noch etwas weiter bis kurz vor Wies --> hier noch vor der scharfen re. Kurve in der Ausbuchtung parken (Platz für ca. 5 PKW). Der Parkplatz wird sehr stark von den Outdoorclubs genützt. Alternativ kann etwas weiter oben nach den Häusern von Wies bei der Brücke li. geparkt werden.
Zustieg (10 min):
Bei dem markanten orangen Vermessungspunkt und einer Parkbank führt ein Weg bergab zu einer Holzbrücke. Hier ist der Einstieg in die mittlere Auerklamm (Abseilen) der nicht auf dem Topo eingezeichnet ist. Den Einstieg in die untere Auerklamm erreicht man über einen Pfad der links von der kleinen Kapelle, gleich bei der Holzbrücke, abzweigt. Steil bergab geht es ca. 10 Minuten bis man den Einstieg erreicht. Will man die Schlucht vollkommen durchsteigen so gibt es noch einen Einstieg oberhalb von Taxegg siehe obere Auerklamm/Nederbach II). Am Ortsende kommt man zu einer Brücke, und folgt dann dem Bachlauf auf der rechten Seite bis zu einem kleinen Staudamm. Alternativ bei großem Schotterparkplatz rechts der Ötztaler Straße parken und in ca. 35min zu Fuß über steilem Wanderweg zur Brücke gehen.
Tour (3 h):
Abseiler über trockene ca.30m hohe Abseilstelle (scharfe Kante!) oder Brücke --> es folgt eine 10m Abseilstelle in Gumpen --> Über ein Fixseil im Wasser geht es weiter bis zur 15m Rutsche unterhalb der Wolfsbrücke --> vom engen Wasserbecken mit kurzen Fixseilen 5m in eine verwinkelte Stelle abseilen + 4m Rutsche in Gumpen --> Nach dem Gumpen gibt es li. einen Notausstieg (Möglichkeit den 40m-Wasserfall zu umgehen) --> Für die Umgehung geht man über die Wolfsbrücke und folgt den Wanderweg or. re. Talwärts vorbei an einem Aussichtspunkt --> gleich danach kann li. über einen Klettersteig wieder in den Bach abgestiegen werden --> Wird der Notausstieg nicht benötigt, geht es mit einer 3-er Rutschkombination (7m, 3m und 8m) weiter --> Danach kommt die höchste ca. 40m Abseilstelle in der Wasserführung! (Seilbahnsystem möglich, Bohrhaken am großen Fels unten li.) --> nach der hohen Stufe über Felsplatten abklettern und weiter über die 6m Felsrutsche (abseilen möglich) --> Abseilstelle (6m) --> kleine Stufe mit Fixseil --> weitere Abseilstelle außerhalb der Wasserführung ca. 10m --> Nach dem Grillplatz kommt eine ca.7-8m Rutsche die zum Teil überhängend ist (abseilen möglich) --> bei der nächsten Abseilstelle kann 5m abgeseilt werden um dann 3-4m zu springen. --> danach kommt man zum Kettenstand --> abseilen über Fixseil in Felsgrotte --> Es folgt ein Sprung 6m in den Whirlpool und eine 10m schräge Felsstufe wo man über das Fixseil in den “Dom” abseilt --> danach überquert man mit Hilfe eines Stahlseil eine Engstelle -->Es folgt ein 10m-Sprung in tiefen Gumpen und ein 5m Sprung --> zwei kleinere Abseilstellen führen zum letzten schrägen ca.30m Wasserfall --> nach dem Wasserfall endet die Tour vor der schönen Holzbrücke.
Rückweg (30 min):
Ausstieg re. vor der Holzbrücke --> Nach der Tour mit einem Schuttelauto (Taxi) zum Einstiegsparkplatz hochfahren oder Alternativ: zu Fuß von der Holzbrücke zuerst re. der Straße bis zum gekennzeichneten Wanderweg und dann den steilen Wanderweg bis zur Wolfsbrücke und Einstiegparkplatz hoch folgen (ca. 30 min)

Koordinaten:

Canyon Start
47.2174°, 10.8771°
DMS: 47° 13" 2.64', 10° 52" 37.56'

DM: 47° 13.044", 10° 52.626"

Google Maps

Österreich Topo
Parkplatz Zustieg und Ausstieg
47.2168°, 10.8787°
DMS: 47° 13" 0.48', 10° 52" 43.32'

DM: 47° 13.008", 10° 52.722"

Google Maps

Österreich Topo
Canyon Ende
47.2138°, 10.8704°
DMS: 47° 12" 49.68', 10° 52" 13.44'

DM: 47° 12.828", 10° 52.224"

Google Maps

Österreich Topo

Literatur:

Karte
ÖK 50, Imst, Blatt Nr. 146
Karte
Freytag & Berndt - WK 252 - Imst-Landeck Telfs-Fernpass, 1:50 000
Karte
Kompass WK 35 Imst-Telfs-Kühtai, 1:50 000
Canyoning Buch
Le tour de l´Europe en Canyon. Les plus belles descentes.
Stéphane Coté / Caracal et les Sancho Panza
2007
Canyoning Buch
Tiroler Canyoningführer
Alexander Riml / Gunnar Amor
2012
Canyoning Buch
Canyoning in Bayern und Tirol
Werner Baumgarten
2010
Canyoning Buch
Canyoning in Bayern und Tirol (2. Auflage)
Werner Baumgarten
2013
Canyoning Buch
Le Tour de l'Europe en Canyon. T1 - Suisse, Autriche, Italie du Nord, Slovénie
Stéphane Coté / Caracal et les Sancho Panza
2008
10.07.2023 Patrick Summerer ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ 💧 Niedrig Begangen ✔
Zustieg kann in ca. 35min von unten zu Fuß bewältigt werden. Wir waren eine erfahrene Gruppe und haben ab der Brücke nur 1h 50min gebraucht! Einige uninteressantere Stellen wurden umgangen (bereits sehr ausgetretene Pfade von kommerziellen Gruppen), teilweise sind Fixseile eingebaut. Pegelstand bei der Meßstelle war < blau, also sehr wenig
02.05.2023 System User ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★
Der aktuelle Canyon wurde teilautomatisiert mit Canyon https://canyon.carto.net/cwiki/bin/view/Canyons/JurassicParkCanyon.html zusammengeführt.
09.03.2023 System User ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★
Daten importiert von https://canyon.carto.net/cwiki/bin/view/Canyons/JurassicParkCanyon.html
09.03.2023 System User ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★
Daten importiert von https://www.canyoning.or.at/index.php/liste-aller-canyons/22-mittlere-und-untere-auerklamm
08.08.2022 Thomas Fras ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ Begangen ✔
Begehung Sommer 2022, viele Stellen zugekiest, Schlucht ist Klettersteigmäßig zugedübelt, Schlucht ganz oben und unten ok sonst naja

Hydrologie: