Rio Belepeit (Superiore)

Letztes Update: 14.10.2023 durch Christoph Cramer
Land: Italia / Italy
Region: Friuli Venezia Giulia
Subregion: Udine
Ort: Chiusaforte
v4 a1 V
5h55
2h15
3h
40min
1270m
790m
480m
x
50m
3x60
24
zu Fuß
Bewertung:
★★★★★
2 (1)
Beschreibung:
★★★
2 (1)
Verankerung:
★★★
0 ()
Charakteristik:
Abenteuerlicher, alpiner und vertikaler Canyon. Im gesamten Teil 1 des Belepeit gibt es praktisch keine Möglichkeit auszusteigen. Man sollte unbedingt genug Trinkwasserreserven mitnehmen, da der Canyon oben SO-Exponiert ist und wenn er enger wird auch für sehr lange Zeit kein Wasser zur Verfügung steht. Vor allem bei den ersten 5 Abseilern - bis der engere Teil des Canyons beginnt - herrscht akute Steinschlaggefahr und teilweise scharfkantig durchsetztes Gelände. Wer historisch interessiert ist kann beim Weg zum Einstieg nach 2 B24-Wracks aus dem 2.Weltkrieg suchen. Diese Flieger wurden an der Österreichisch-Italienischen Grenze durch Flackfeuer nach einer Mission in Regensburg am 16.2.1945 zum Absturz gebracht. Bei den Fotos findet ihr ein paar Infos zu den Absturzstellen Es gibt 2 Bücher die die Abstürze behandeln: - Missione 139 - I'm off to War, Mother, But I'll be Back – Jerry Whiting Unter folgendem Link findet ihr eine kurze Zusammenfassung: https://www.fold3.com/page/286482831-crash-of-b-24-44-49657-marc-12494

Abschnitte

Charakteristik:
Abenteuerlicher, alpiner und vertikaler Canyon. Im gesamten Teil 1 des Belepeit gibt es praktisch keine Möglichkeit auszusteigen. Man sollte unbedingt genug Trinkwasserreserven mitnehmen, da der Canyon oben SO-Exponiert ist und wenn er enger wird auch für sehr lange Zeit kein Wasser zur Verfügung steht. Vor allem bei den ersten 5 Abseilern - bis der engere Teil des Canyons beginnt - herrscht akute Steinschlaggefahr und teilweise scharfkantig durchsetztes Gelände. Wer historisch interessiert ist kann beim Weg zum Einstieg nach 2 B24-Wracks aus dem 2.Weltkrieg suchen. Diese Flieger wurden an der Österreichisch-Italienischen Grenze durch Flackfeuer nach einer Mission in Regensburg am 16.2.1945 zum Absturz gebracht. Bei den Fotos findet ihr ein paar Infos zu den Absturzstellen Es gibt 2 Bücher die die Abstürze behandeln: - Missione 139 - I'm off to War, Mother, But I'll be Back – Jerry Whiting Unter folgendem Link findet ihr eine kurze Zusammenfassung: https://www.fold3.com/page/286482831-crash-of-b-24-44-49657-marc-12494
Anfahrt:
Vom Hotel Carnia in Richtung Norden auf der SS13 nach Chiusaforte. 300m nach der Ortstafel „Villanova / Vilegnove“ bei km 183 IX erscheint auf der rechten Seite eine Bushaltestelle und eine Einfahrt zu einem großen Parkplatz (direkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite von Villanova. Hier parken. Anmerkung: Wenn man von Parkplatz in Richtung Villanova schaut, sieht man direkt oberhalb schon die Kaskade mit den insgesamt fast 120 Hm.
Zustieg (2 h 15):
Vom Parkplatz aus geht man bei den Sitzbänken vorbei bis zur Straße. Wenn man hier sich leicht nach links wendet und über die Straße geht, sieht man ein weißes Haus (Direkt an der Ortstafel „Villanova“). Links neben dem Haus führt eine Treppe hangaufwärts. Dieser folgt man bis man zum asphaltierten Radweg am Anfang des Tunnels kommt. Man quert den Radweg (rote Markierungen) und folgt dem Weg bergauf. Man kommt zu einer Straße wo man über die Leitplanken klettert, quert den Parkplatz (Rio Molin Parkplatz) und geht links über die Terrasse des Hauses. Direkt nach dem Haus sieht man schon wieder die roten Markierungen, denen man vorbei an den Hangverbauungen folgt, bis man zum Rio Belepeit kommt (direkt über dem letzten Abseiler). ACHTUNG hier NICHT den roten Markierungen über den Rio Belepeit folgen, sondern ca. 50m or. links dem Bach entlang hoch und erst hier den Rio Belepeit überqueren und dem Wanderweg weiter folgen. Diesem Weg folgt man nun für ca. 15-20 min vorbei an dem weißen Bildstock hangaufwärts. Man trifft dann auf den gut markierten Wanderweg „425“ bei einer betonierten Mauer (ca 570 Hm). Hier biegt man links ab und folgt dem Weg „425“ in Richtung Westen. Man bleibt auf dem gut sichtbaren Weg „425“. Nach ca. weiteren 30 min kommt man – am Sattel –bei einer Ruine vorbei, nach weiteren 5 min kommt man zu einem Haus (links) mit Quelle, wo man Trinkwasser auffüllen kann. ACHTUNG: Diese Trinkwasserquelle sollte unbedingt genützt werden. Der obere Teil des Belepeit ist trocken und von dem Punkt weg hat man keine Möglichkeit mehr die Trinkwasservorräte aufzufüllen. Man folgt dem klar erkennbaren Weg „425“ hangaufwärts bis man bei 890 Hm (N46.405557, E013.275923) zu einer unscheinbaren Abzweigung kommt (sowohl ein Baum rechts als auch links haben eine rot-weiß-rote Wandermarkierung) und bei unserer Begehung hing dort ein rotes Tuch. Hier biegt man vom 425er-Wanderweg rechts ab hangaufwärts. Man folgt dem zuerst unscheinbaren Weg im Gras, der dann aber immer deutlicher erkennbar wird. Nach weiteren ca. 40min trifft man auf 1180Hm (N46.409427, E013.278872) auf eine weitere Ruine. Bei der Ruine nicht in Richtung Aussichtspunkt, sondern an der Ruine links vorbei (Roter Punkt am Baum) und dem Weg weiter folgen. Bei 1280Hm (N46.412976, E013.280332) den Weg verlassen (wir haben dort ein Stück Kordas Seil an den Baum gebunden) und weglos zuerst leicht bergauf, dann rechts haltend am Sattel entlang in Richtung Süden – in Richtung „Monte Belepeit“. Ganz einfach dem Sattel entlang folgen bis man zum Baum – zum ersten Abseiler – gelangt. Einstieg (N46.411546, E013.280327).
Tour (3 h):
Die ersten Abseiler sind sehr abenteuerlich mit sehr hoher Steinschlaggefahr – Achtung! Es muss wirklich aufgepasst werden, da man unweigerlich Steine lostritt, außerdem sind die Steine sehr scharf d.h. man muss auch beim Abseilen auf das Seil achtgeben. Man hat beim Einstieg keine Möglichkeit die Seile nass zu machen, d.h. man seilt eigentlich alpin direkt in der prallen Sonne ab. Nach den ersten drei abenteuerlichen Abseilern von Bäumen und einer Abkletterstrecke trifft man auf die Quelle des Belepeit. (Bei unserer Begehung war relativ viel Wasser in Friaul - trotzdem waren es nur ein paar Tropfen, die hier aus dem Berg gekommen sind). Nach einer weiteren ca. 150m Abkletterpassage mit Steinschlaggefahr wird der Canyon etwas enger und man trifft auf die ersten gebohrten Stände. Die nächsten 5 Abseiler sind immer wieder unterbrochen von Abkletterpassagen und danach folgen 6 Abseiler Schlag auf Schlag. Es folgt eine Passage mit mehreren Abbrüchen (R30re, R35 li) – hier muss man darauf achten, dass man wirklich die 30m bzw. 35m Seil zur Verfügung hat, weil sich bei den Abbrüchen dazwischen kein Bohrhaken befindet. Nach dieser Passage öffnet sich der Canyon ein wenig und durch eine unterirdische Quelle bekommt der Canyon endlich merkbar Wasser. Nach ca. 3 Abseilern in etwas offeneres Gelände wird der Canyon noch mal enger und nach weiteren 4 Abseilern trifft man auf wirklich offenes Gelände, welches den Einstieg des Teil 2 markiert.
Rückweg (40 min):
Wenn man aussteigen will so befindet sich or. links. ein unscheinbarer Pfad, der zuerst bergauf und dann nach ca 15min zum Wanderweg 425 führt. ca 2,5h Rio Belepeit Teil 2 und Teil 3

Koordinaten:

Parkplatz Zustieg und Ausstieg
46.40475°, 13.2944°
DMS: 46° 24" 17.1', 13° 17" 39.84'

DM: 46° 24.285", 13° 17.664"

Google Maps
Canyon Start
46.411546°, 13.280327°
DMS: 46° 24" 41.57', 13° 16" 49.18'

DM: 46° 24.693", 13° 16.82"

Google Maps
Wegpunkt
46.412976°, 13.280332°
DMS: 46° 24" 46.71', 13° 16" 49.2'

DM: 46° 24.779", 13° 16.82"

Google Maps
Weg verlassen
Wegpunkt
46.409427°, 13.278872°
DMS: 46° 24" 33.94', 13° 16" 43.94'

DM: 46° 24.566", 13° 16.732"

Google Maps
Ruine
Wegpunkt
46.405557°, 13.275923°
DMS: 46° 24" 20.01', 13° 16" 33.32'

DM: 46° 24.333", 13° 16.555"

Google Maps
Unscheinbare Abzweigung
Wegpunkt
46.4066°, 13.2896°
DMS: 46° 24" 23.76', 13° 17" 22.56'

DM: 46° 24.396", 13° 17.376"

Google Maps
11.04.2023 Daniel Sturm ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ Begangen ✕
Koordinaten und Beschreibung bearbeitet.
09.03.2023 System User ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★
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Hydrologie: