Chiantone-Vinadia

Rio Chiantone Letztes Update: 27.09.2023 durch Wolfgang
Land: Italia / Italy
Region: Friuli Venezia Giulia
Subregion: Udine
Ort: Tolmezzo
v4 a4 V
5h10
5min
5h
5min
800m
340m
460m
x
55m
2x60
22
Bewertung:
★★★★★
3.8 (4)
Beschreibung:
★★★
2.5 (2)
Verankerung:
★★★
2.3 (3)
Charakteristik:
Es empfiehlt sich die Chiantone-Vinadia im Juni oder Juli zu machen, weil dann die Sonne bis in die tief eingeschnittene Schlucht vordringen kann. Der Chiantone-Vinadia wird eher selten begangen vor allem wegen des Müllproblems im Chiantone. Die Abseilstellen im Chiantone sind jedoch sehr gut (Pro-Canyon) Geologisch wunderschöne Schlucht, die fast durchwegs von hohen Wänden eingerahmt wird – praktisch keine Fluchtmöglichkeit. Der Chiantone-Teil ist sehr eng eingeschnitten und aquatisch und bietet keine Flucht- und nur wenig Rettungsmöglichkeiten (Wettercheck!) Es würde unter Umständen die Möglichkeit bestehen bei der Ableitung durch einen langen Tunnel zu entkommen. Hier muss man jedoch 1. Licht mithaben und 2. schon vor dem Einstieg checken ob die Gitter beim Ausgang der Schlucht noch durchschnitten sind. Umgekehrt kann man den Tunnel nützen, wenn man nur den unteren Teil der Vinadia machen will. Unbedingt Wasser mitnehmen, da durch die Verunreinigungen das Wasser definitiv nicht trinkbar ist und der Canyon durchaus lang und anstrengend ist. Info von canyon.carto.net (nicht geprüft): „Es gibt auch die Möglichkeit nur den unteren Teil der Klamm ab dem Kraftwerk in Schluchtmitte zu begehen. Vom Parkplatz westlich der Brücke über den Torrente Vinadia auf einem undeutlichen Steig etwa 120hm aufsteigen und dann auf horizontalen Steigspuren nach links zum Stolleneingang queren. Rechts unten durchs Gitter durch und ca. 15-20 Minuten durch den Stollen bis zum Kraftwerk wandern - Stirnlampe notwendig. Im April 2016 war dieser Tunnel aber wieder versperrt und dadurch KEIN Zwischeneinstieg mehr möglich. Damit ist auch die Möglichkeit eines Zwischenausstiegs an der Wasserableitung entfallen“ Es empfiehlt sich also zuerst die Gitter zu checken bevor man einen Ausstieg plant – diese werden immer wieder durchschnitten und wieder renoviert ;-)
Charakteristik:
Es empfiehlt sich die Chiantone-Vinadia im Juni oder Juli zu machen, weil dann die Sonne bis in die tief eingeschnittene Schlucht vordringen kann. Der Chiantone-Vinadia wird eher selten begangen vor allem wegen des Müllproblems im Chiantone. Die Abseilstellen im Chiantone sind jedoch sehr gut (Pro-Canyon) Geologisch wunderschöne Schlucht, die fast durchwegs von hohen Wänden eingerahmt wird – praktisch keine Fluchtmöglichkeit. Der Chiantone-Teil ist sehr eng eingeschnitten und aquatisch und bietet keine Flucht- und nur wenig Rettungsmöglichkeiten (Wettercheck!) Es würde unter Umständen die Möglichkeit bestehen bei der Ableitung durch einen langen Tunnel zu entkommen. Hier muss man jedoch 1. Licht mithaben und 2. schon vor dem Einstieg checken ob die Gitter beim Ausgang der Schlucht noch durchschnitten sind. Umgekehrt kann man den Tunnel nützen, wenn man nur den unteren Teil der Vinadia machen will. Unbedingt Wasser mitnehmen, da durch die Verunreinigungen das Wasser definitiv nicht trinkbar ist und der Canyon durchaus lang und anstrengend ist. Info von canyon.carto.net (nicht geprüft): „Es gibt auch die Möglichkeit nur den unteren Teil der Klamm ab dem Kraftwerk in Schluchtmitte zu begehen. Vom Parkplatz westlich der Brücke über den Torrente Vinadia auf einem undeutlichen Steig etwa 120hm aufsteigen und dann auf horizontalen Steigspuren nach links zum Stolleneingang queren. Rechts unten durchs Gitter durch und ca. 15-20 Minuten durch den Stollen bis zum Kraftwerk wandern - Stirnlampe notwendig. Im April 2016 war dieser Tunnel aber wieder versperrt und dadurch KEIN Zwischeneinstieg mehr möglich. Damit ist auch die Möglichkeit eines Zwischenausstiegs an der Wasserableitung entfallen“ Es empfiehlt sich also zuerst die Gitter zu checken bevor man einen Ausstieg plant – diese werden immer wieder durchschnitten und wieder renoviert ;-)
Anfahrt:
Vom großen ovalen Kreisverkehr in Tolmezzo auf die SS52 in Richtung Ampezzo abbiegen. Auf der SS52 für ca 4,2 km bleiben bis man schon an der Vinadia Schlucht vorbei fährt. Bei km 16/III in Richtung Ortschaft „Vinadia“ auf die SP125 abbiegen. Auf dieser Straße für ca. 700m bleiben bis man rechts bei einem Haus vorbei fährt („Legnonlandia“), wo man entlang der Zufahrt seitlichparken kann (Siehe Bild) Wenn mehrere Autos zur Verfügung stehen, sollten die meisten am unteren Parkplatz parken, weil beim Chiantone-Parkplatz max. 2 Autos parken sollten. (N46,4103890/E012,9669440) Mit dem Überstellungsfahrzeug fährt man wieder zur SS52 retour und biegt links in Richtung Tolmezzo ab. Nach 2,3km nimmt man auf der SS52 die Abfahrt in Richtung „Canvea“ und biegt danach links ab (man fährt durch die Unterführung der SS52). Nach 200m biegt man rechts ab und folgt der Straße für 1,2km. Noch vor der Brücke über den Torrente But biegt man scharf links ab. Man bleibt auf der Straße für 800m fährt durch den kurzen Tunnel und nach dem Tunnel biegt man gleich links in Richtung „Cazasso“ ab. Man fährt die Serpinen Bergauf und kommt nach 3,2 km in das Örtchen Fusea, hier bleibt man weiterhin auf der Straße und kommt nach 5km bei der Brücke an, die über den Chiantone führt (noch vor der Ortschaft „Buttea“) Direkt bei der Brücke in der Ausweiche Parken. Achtung max Platz für 2 Autos (N46.440132,E12.973330)
Zustieg (5 min):
Vom Parkplatz auf der Straße bergauf Richtung Buttea gehen, bis nach ca 100m rechts eine Forststraße in den Wald führt. Der Straße für ca 200m bergab in den Chiantone folgen.
Tour (5 h):
Im Bachbett der Chiantone angekommen folgt zuerst eine kleine Gehstrecke, ehe es dann Schlag-auf-Schlag geht. Der erste Abseiler erfolgt von einem Block auf der linken Seite um den ein Seil mit Majon-Glied gelegt ist. Danach ist der Canyon mit Canyon-Pro Ständen ausgestattet. D.h. mit Klebehaken und an den meisten Stellen Kettenstände. Weiters gibt es ab dieser Stelle bei jeder Abseilstelle eine SOS Plakette. Bei dem SOS Punkt 21 sollte ein Seilgeländer auf der Linken Seite gespannt werden, ehe man zum Kettenstand kommt von dem man ohne Wassergefahr abseilen kann. Ab dieser Stelle gibt es für die nächsten 2,5h – 3h praktisch keine Möglichkeit mehr sich in Sicherheit zu bringen, da der Chiantone eine extrem eng eingeschnittener Canyon ist. Es folgen 4 Abseilstellen direkt hintereinander, wobei man bei C25 (SOS 18) sich direkt im Wasserstrahl abseilt. Es folgt eine längere Geh und Schwimmstrecke in der der Canyon über lange Zeit nicht breiter als ein Meter ist und links und Rechts die Wände bis zu 50m hochragen. Danach kommt man zur höchsten Abseilstelle (SOS 16) der etwas blöd zum Erreichen ist, weil es sich dabei um einen Hängestand handelt. D.h. es gibt mehrere Laschen an denen man die Selbstsicherung einhängt um zum Kettenstand zu gelangen. Dafür kann das Seil sehr gut abgezogen werden. Es folgen dann noch weitere 5 Abseiler unterbrochen von kleineren Geh- und Schwimmstrecken, ehe man nach ca 2,5 – 3h wieder Tageslicht sieht wenn der Chiantone in die Vinadia mündet. Leider ist der Chiantone immer wieder sehr vermüllt, weil teilweise von der Brücke am Parkplatz Müll in den Chiantone geworfen wird. Wenn einen das jedoch nicht stört bietet der Chiantone ein Schluchtenerlebnis, dass es selten in der Art und Länge in Friaul gibt, da extrem dunkel, durchaus aquatisch und auch mit schönen Abseilstellen. In der Vinadia angekommen folgt eine kleine Abseilstelle SOS 10 gefolgt von einer längeren Gehstrecke, ehe man nach ca. 3h kommt zur Wasserableitung, die ggf. über den Schacht (siehe Besonderheiten) nach vorherigem Gittercheck als Ausstieg verwendet werden kann. Die Wasserableitung erreicht man ca. nach 3h und diese ist in der ganzen Tour die Einzige Notaustiegsmöglichkeit. Nun folgt der wunderschöne untere Teil der Vinadia (Vinadia II). Glasklares Wasser, das man nach der Ableitung nicht vermuten würde, gepaart mit mehreren kleinen Abseilern, die teilweise gesprungen werden können. Eine einzigartige Szenerie, denn die Schlucht verengt sich teilweise auf bis zu einem Meter mit ca. 100m-150m-Wänden über einem. Nach mehreren kleinen Abseilpassagen mit Sprüngen gepaart mit Schwimm-, Geh- und Kletterpassagen kommt man zum höchsten Abseiler der Schlucht: ein 30m- Abseiler von einem Kettenstand. Teilweise muss im unteren Teil der ehemalige Klettersteig als Abseilpunkt verwendet werden. Fast für 2h lang ist man in dem engen Abschnitt unterwegs, bei dem man praktisch keine Möglichkeit hat rauszukommen oder sich in Sicherheit zu bringen. Im Juni oder Juli bei stabilem Wetter jedoch sensationell, da immer wieder auch Licht bis auf den Boden der Schlucht durchdringt. Eine etwas längere Gehpassage, bei der der Canyon zunehmend offener wird, beendet einen der wohl landschaftlich schönsten Canyons in Friaul. Das trockene Bachbett kann or. li. auf einer Schotterstraße, die zum ehemaligen Steinbrauch führt, verlassen werden.
Rückweg (5 min):
Von dem Ausgang der Schlucht links einfach der Straße entlang für ca. 200m bis zum Parkplatz des unteren Fahrzeugs gehen.

Koordinaten:

Canyon Start
46.44003°, 12.97346°
DMS: 46° 26" 24.11', 12° 58" 24.46'

DM: 46° 26.402", 12° 58.408"

Google Maps
Canyon Ende
46.4319°, 12.9652°
DMS: 46° 25" 54.84', 12° 57" 54.72'

DM: 46° 25.914", 12° 57.912"

Google Maps
25.11.2023 Horst Lambauer ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ 💧 Normal Begangen ✔
Alle Stände ok. Nach den Überschwemmungen in Oktober und November sind beide Canyons (Chiantone und Vinadia) sehr schön weiß poliert. Im Chiantone hatten wir 2 tote Tiere, die aber auf Grund der tiefen Temperaturen kein Problem darstellten. Ansonsten ist der Chiantone ausnahmsweise mal relativ sauber, dank der hohen Wasserstände in Friaul im Oktober und November. Wir waren zu 2. genau 4 Stunden im Canyon. Gerade bei den Temperaturen (Einstieg hatten wir -2 °C), nicht zu unterschätzen, weil kein Licht in den Chiantone fällt und auch die Vinadia im engen Teil ohne sonne ist und somit sollte man sich gut einpacken ;-)
24.09.2023 Wolfgang ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ 💧 Niedrig Begangen ✔
Obwohl im restlichen Friaul auf Grund 2-3 Regentagen zuvor doch eher viel Wasser war ,...fanden wir hier eher niedrig Wasser vor. Gespühlt wars trotzdem gut , also wenig bis kein Müll und auch griffig im oberen Teil. Überraschend war dann die Vinadia ,...die hab ich noch nie mit soooo wenig Wasser gesehen ; "fast trocken"; und halt leider auch sehr rutschig. Stände waren soweit alle OK, obwohl ich finde in der Vinadia könnte man noch 2-3 ergänzen , speziell wenn rutschig und wenig gibts da ein paar unangenehme Abkletterstellen
17.06.2023 Bernhard ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★ 💧 Normal Begangen ✔
Super Canyon 😃 Oben wie beschrieben leider Müll und dreckiges Wasser , ab Vinadia etwas klarer . Aufgrund trübem Wasser unbedingt! zuerst immer jemanden abseilen lassen bevor man rutscht oder springt- teilweise tückisch . Auch weil bei vielen Stellen keine Haken zum abseilen da sind und wir diese mit „totem Mann“ - Techniken gelöst haben. Das war dort notwendig wo abklettern, was auch sehr oft vorkommt, nicht möglich war und man springen/rutschen musste. Im Bereich Vinadia teilweise nur einzelne Haken , im chiantone sind kettenstände. Ebenso mehr Zeit einplanen für größere Gruppen, da doch ein sehr langer Canyon mit einigen Seiltechnischen Herauforderungen. Absolut lohnenswert und einmaliger Canyon aufgrund der durchgehend engen Charakteristik
09.03.2023 System User ★★★★★ 📖 ★★★ ★★★
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Hydrologie: